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Borodin, Alexander
Alexander Borodin, russischer Komponist, Chemiker und Arzt, seit 1864 Professor für organische Chemie. Als Komponist gehörte er zur »Gruppe der Fünf«, dem Kreis um Milij Balakirew (Mächtiges Häuflein). Borodin bekannte sich im Gegensatz zu anderen Mitgliedern dieser Schule zur programmlosen Instrumentalmusik, die der klassisch-romantischen Tradition (u.a. Robert Schumann) verpflichtet ist, und zur Kammermusik, die bei seinen Mitstreitern als akademisch galt. Borodin bringt in seine Werke orientalisches Kolorit ein und schöpft aus der russischen Volksmusik. Die Harmonik weist auf den westeuropäischen Impressionismus voraus. In seinen Liedern verbinden sich Dissonanzen als eigenständige Farbwerte, Folklorismen und Ganztonleitern mit ungewöhnlichen Taktarten, die der altrussischen Versmetrik entstammen, zu einer originellen Tonsprache.
Werke: Fürst Igor (Oper nach dem altrussischen Igorlied, vollendet von Nikolaj Rimskij-Korsakow und Aleksandr Glasunow, 1889; darin ursprünglich als Ballettszene die »Polowetzer Tänze«); 2 Sinfonien (1. Es-Dur, 186367; 2. h-Moll, 186976; eine 3. in A-Dur, begonnen 1886, wurde von Glasunow beendet); Eine Steppenskizze aus Mittelasien (1880; für Orchester); 2 Streichquartette (1. 1879, 2. 1881).
Borodin, Alexander
Notturno aus dem 2. Streichquartett
für Streichquartett
Klavierauszug
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